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Heißer Auftritt der Puhdys

"Ersingen liebt die Puhdys" stand auf einem Transparent zu lesen. Am Freitag, den 21.07.2006 war die Kultband aus dem Osten mit der fast 40-jährigen Geschichte auf dem Ersinger Kirchberg zu Gast. Zweieinhalbtausend Zuhörer zog das Konzert zum Festplatz der "Fledermaus" zum rockigen Auftakt des Geburtstagswochenendes.

Dieter Birr, genannt "Maschine" , Dieter "Quaster" Hertrampf und Peter "Eingehängt" Meyer, Gründungsmitglieder der Band, sind selbst erstaunt über den großen Andrang der Konzertbesucher. "Normalerweise haben wir im Westen nicht so viele Fans." Zu Ostzeiten seien sie oft in der Nähe aufgetreten, in Stuttgart und auch in Pforzheim, nach Ersingen seien sie bisher allerdings noch nicht gekommen.

So hat es den Rockern auch niemand übelgenommen, dass sie die Fledermaus nicht gleich als solche erkannten: "Über der Bühne haben die einen riesigen Schmetterling aufgehängt", staunte Hertrampf über das Maskottchen der Karnevalsgesellschaft. Fast hätten die fünf Musiker ohne "Eingehängt" anfangen müssen. Der war bei der Zufahrtskontrolle zum Kirchberg nicht gleich erkannt worden. "Ich bin ein Puhdy, ich muss da rauf und spielen." Das kann ja jeder behaupten. Aber ein Vergleich mit der Autogrammkarte brachte Klärung, und der Weg für "Eingehängt", den Senior der Band, war frei.

Im Clubhaus des 1. FC Ersingen hatten sich die Puhdys vor ihrem Auftritt eingerichtet. Die abendliche Hitze machte ihnen Sorgen. "Wir haben schon viel erlebt, aber solche Temperaturen noch nicht", stellte "Quaster" Hertrampf etwas beunruhigt fest. "Unter den Scheinwerfern auf der Bühne gibt das dann gut 70 Grad. Das könnte ein historisches Konzert geben, wenn einer der Puhdys dort umfällt." Einer wärmebedingten Störung der Technik sehen sie gelassen entgegen. "Es gibt immer noch einen Notschalter, um alles Technische abzustellen und einfach so zu rocken", beruhigt Peter Rasym alias "Bimbo", der als Einziger der Fünf keine "Großschnauze aus Berlin" ist, sondern aus Bitterfeld kommt, "einer der kreativsten Ecken Deutschlands". Dann geht es los, und die Puhdys lösen die Lokalmatadoren von "Hans 'n' Roses" ab, der Kämpfelbacher Kultband mit Sven Frank, Martin Müller, Sascha Schweinberger, Markus Beihofer und Tobias Dennig. "Das sind bestimmt pfiffige Burschen", anerkennen die Puhdys.

Die Veranstaltung auf dem Ersinger Kirchberg sei "das heißeste Konzert der Puhdys", erklärten die Fünf zum Auftakt und sorgten mit dem Song vom "Segelboot" zumindest für bildliche Kühlung. "Wilder Frieden" und "Denk ich an Deutschland" folgten. "Wir haben noch viel vor", verkündete Hertrampf den Zuhörern, die "Puhdys" hätten ein zweites Leben beantragt und genehmigt bekommen.

"Wenn ihr das auch macht, dann können wir uns ja in hundert Jahren hier wiedertreffen. Wenn ihr 'ne halbe Stunde früher kommt, können wir uns über alte Zeiten unterhalten." Aber "Alles hat seine Zeit", und so endet das Konzert am späten Abend, die Puhdys gehen in ihr Hotel und träumen vielleicht von ihrem Auftritt im kleinen Bad Köstritz in Thüringen am nächsten Abend, und sei es auch nur, weil es die Heimat des Köstritzer Schwarzbieres ist, wie Dieter Hertrampf aufklärt.

Text: Martin Schott
Fotos: Marcel Traut / Dirk Steiner

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